|
Höhepunkte Ihrer Pilger-Kreuzfahrt:
zurück
Ihre Reiseroute:
 Civitavecchia (Rom)/Italien – Alanya/Türkei – Limassol/Zypern Haifa – Ashdod/Israel – Port Said – Alexandria/Ägypten Civitavecchia (Rom)/ Italien
1. Tag Alanya/Türkei
Paulus erste Reise nach Anatolien Nach erholsamen Tagen an Bord erreicht die „Norwegian Jade“ die Küste der ehemaligen römischen Provinz Kiliken.
In Alanya, einst ein wichtiger Seestützpunkt der Seldschuken, beginnt unsere Fahrt zur bedeutendsten antiken Stadt in der Landschaft Pamphylien während der römischen Kaiserzeit nach Perge. Perge zählt zu den ältesten Christengemeinden Kleinasiens und wurde bereits während der ersten Missionsreise von Paulus besucht. Per Schiff von Zypern kommend erreichte er mit seinen Begleitern Barnabas und dem jungen Markus die prächtige Handelsstadt am Fuße des Taurusgebirges.
Paulus erlebte in Perge einen kränkenden Schmerz: Markus trennte sich in der pamphylischen Metropole von Paulus – warum, wissen wir bis heute nicht. (Apg 15,38)
Dass die Zeit den Konflikt begrub, erfahren wir jedoch aus einem Brief an die Kolosser, wo Paulus versöhnende Worte findet. Bei einer ausführlichen Besichtigung der prächtigen Ausgrabungsstätte erkennen wir die 20 Meter breite Säulenstraße, das gut erhaltene römische Theater mit seiner hervorragenden Akustik, die Agora und Stadttore aus hellenistischer Zeit. Über allem erhebt sich die eindrucksvolle Barriere des riesigen Taurusgebirges, welches Paulus auf seiner gefahrvollen Weiterreise von Perge in die anatolische Hochebene überwinden musste. Dort lagen die nächsten Missionsziele. Nach diesem beeindruckenden Ausflug nimmt unser Kreuzfahrtschiff am Abend Kurs auf Zypern.
2. Tag Zypern – Insel der Aphrodite
Am frühen Morgen erreicht die „Norwegian Jade“ den Hafen von Limassol an der Südküste Zyperns. Hier ist das Wirken des Völkerapostels bis heute spürbar. Auf seiner ersten Missionsreise erreichte Paulus zusammen mit Barnabas im Jahre 40 n. Chr. die römische Handelsstadt Salamis, wo sie erfolgreich Juden und Heiden zu Christen bekehrten. Doch Paulus drängte schon auf dieser Reise in Regierungszentren vorzustoßen. Sein Ziel auf Zypern war Paphos, der Sitz der römischen Verwaltung.
In der Apostelchronik heißt es: „Da sie die Insel durchzogen bis zu der Stadt Paphos…“
Auch wir werden über die aussichtsreiche Küstenstraße zu den Ausgrabungen von Paphos fahren, um die einst prächtige, auf einem Felsplateau über dem Meer liegende Stadt zu besuchen. Großflächige Mosaike, römische Villen, aber auch Zeugnisse frühen Christentums machen Paphos zu einer Schatzkammer. In Paphos gelang es Paulus und Barnabas den Prokurator Zyperns mit ihren rhetorischen Gaben und ihrer Überzeugungskraft zum christlichen Glauben zu bekehren.
… als Sergius Paulus, der Prokurator Zyperns, erkannte, dass sein Magier unterlag, glaubte er und wunderte sich der Lehre des Herrn. (Apg. 13, 12)
So wurde Zypern die erste römisch verwaltete Provinz mit einem christlichen Oberhaupt! Lazarus, der von Jesus erweckt wurde, wird durch Paulus zum ersten Bischof Zyperns berufen. Sie erleben in Paphos die historische Stätte des Wirkens Paulus, wie z.B. die Reste des Palastes des Prokurators, wo der geistliche Zweikampf stattgefunden hat und auch die Säule, wo der Apostel gegeißelt wurde. Als Paulus auf Zypern wirkte, galt der Aphrodite Tempel von Paphos als vielbesuchtes Orakel des heidnischen Altertums. Schon Homer feierte die empor getauchte Zeustochter: „Aus dem sanften Schaum des Meeres von Paphos geboren…“ Nach dem großen Missionserfolg zog Paulus weiter nach Kleinasien. Wir setzen unsere Kreuzfahrt, mit dem Ziel Israel, fort.
3. Tag Haifa – Paulus letzte Reise
Am Morgen erreicht die „Norwegian Jade“ die israelische Hafenstadt Haifa. Paulus ahnte beim Abschied von Ephesus am Ende seiner dritten Missionsreise, was ihn nach seiner Rückkehr nach Jerusalem erwarten würde!
Mit Tränen in den Gesichtern hörten seine Anhänger die bewegenden Worte des Völkerapostels: „Ich weiß, dass ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, ihr alle, zu denen ich hingekommen bin und das Reich verkündet habe. (Apg. 20, 25)
Allen Warnungen zum Trotz beendete Paulus seine Reise in Caesarea und zog die Judäaberge hinauf nach Jerusalem. Die Ruinen von Caesarea, zur Zeit Paulus die viertgrößte Stadt der Welt, liegen nur wenige Kilometer südlich von Haifa an den Gestaden des Mittelmeeres. Hier rollte einer der bedeutendsten Prozesse der Weltgeschichte ab: Der Prozess des Apostel Paulus vor der erlauchten Hörerschaft des römischen Verwalters Festus und des jüngeren jüdischen Königs Herodes Agrippa. Die Anwesenheit des Paulus in Jerusalem hatte sich herumgesprochen. Juden aus Ephesos, die dort schon vehement gegen den Apostel aufgetreten waren, setzten nun in der Zionstadt ihre Hetze fort. Als man ihn im Tempelbezirk erblickte, wäre Paulus beinahe Opfer einer Lynchjustiz durch die entfesselten Massen geworden. Nur knapp entging er beim späteren Verhör durch die Römer der Geißelung und wird in Schutzhaft nach Caesarea gebracht, wo er sich während des Prozesses auf sein römisches Bürgerrecht beruft, um nicht den Juden ausgeliefert zu werden. Während wir über die höchst sehenswerten Ausgrabungen der einst mächtigen römischen Verwaltungsstadt schlendern, müssen wir unweigerlich an die überzeugende Verteidigungsrede des Völkerapostels denken, die zugleich ein hinreißendes Glaubensbekenntnis wurde:
„Als ich nach Damaskus reiste mit Vollmacht und Befehl von den Hohenpriestern, sah ich mitten am Tage, o König, auf dem Wege ein Licht vom Himmel, heller als der Sonne Glanz.“ (Apg. 26, 12-13)
Beeindruckt von der Überzeugungskraft lässt Agrippa den Völkerapostel nach zweijähriger Schutzhaft per Schiff nach Rom vor ein kaiserliches Gericht bringen. Wir schreiben das Jahr 61. Paulus verlässt Palästina für immer. In Caesarea werden wir nicht nur intensiv mit dem Wirken des Völkerapostels sondern auch mit den Zeugnissen der Kreuzfahrer konfrontiert, die hier unter Ludwig IX. von Frankreich eindrucksvolle Bastionen anlegten. Nach der ausführlichen Besichtigung von Caesarea Rückfahrt nach Haifa zur „Norwegian Jade“.
Die Wirkungsstätten Jesu – am See Genezareth
In Haifa besteht die Möglichkeit, die „Norwegian Jade“ zu einem zweitägigen Ausflug durch Israel zu verlassen. Unser Ziel ist das „Galiläische Meer“ – der See Genezareth, welchen wir durch die Landschaft von Galiläa erreichen. Der 21 Kilometer lange See ist mit 209 Metern unter dem Meeresspiegel der tiefst gelegene Süßwassersee der Erde. Hier am Nordwestufer wirkte Jesus und fand unter den Fischern seine ersten Jünger. Hier heilte er Kranke, hier lauschte das Volk seinen Worten. Beim Besuch der Brotvermehrungskirche am „Ort der sieben Quellen“ (Tabgha) erinnern wir uns:
„Jesus fuhr zum Ostufer hinüber, in eine einsame Gegend, um mit seinen Jüngern allein zu sein.“ Aber das Volk eilte ihm mit Booten voraus, und als er am jenseitigen Ufer ankam, warteten schon 5000 Menschen auf ihn. Er lehrte sie bis zum Abend, dann baten die Jünger ihn, die Menschen wegzuschicken, damit sie sich etwas zu essen kaufen könnten. Doch Jesus nahm fünf Gerstenbrote und zwei gesalzene Fische, sprach ein Dankgebet und teilte Brote und Fisch aus. „Und alle aßen und wurden satt.“ (Mk 6,42)
Auf dem Weg nach Kafarnaum besuchen wir den Berg der Seligpreisungen, wo Jesus die große Rede über die wahre Gerechtigkeit hielt. Die Kuppel der Kirche der Seligpreisungen erinnert an dieser historischen Stätte an die neunte Seligpreisung (Mt 5, 11-12):
„Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.“ Am Westufer des Sees erleben Sie bei der kleinen Petruskirche jene Stelle, wo die Jünger beim Fischfang dem auferstandenen Jesus begegneten und Petrus den Auftrag erhielt „Weide meine Schafe.“ (Joh 21, 1-17)
In Kafarnaum erreichen wir den Ort am See, wo Jesus seine Jünger Simon (genannt Petrus), Andreas, Jakobus und Johannes gewann. Hier predigte er häufiger als an jedem anderen Ort, hier gab es mehr Zeichen seiner Allmacht als anderswo. Wir übernachten heute am See Genezareth.
4. Tag Das Wirken des Apostel Paulus in Jerusalem
Nach der Heiligen Messe Fahrt durch das tiefst gelegene Tal unserer Erde, dem Jordantal nach Jericho. Jericho (hebräisch: Yeriho) ist die älteste bisher bekannte Stadt der Welt und der erste Ort, den die Israeliten im verheißenen Land eroberten. Ausführlich schildert die Bibel (Josua 2-6) die Eroberung Jerichos durch die aus dem Ostjordanland eingewanderten Israeliten unter der Führung von Josua („Posaunen von Jericho“). Unweit von Jericho liegt am Jordan El-Maghtas, die Taufstätte Jesu. Wir verlassen die tiefst liegende Stadt der Welt, um hinauf nach Jerusalem zu fahren.
Jerusalem, die Heilige Stadt, ist mit längeren Unterbrechungen seit 3000 Jahren die Hauptstadt Israels. Sie ist die Tempelstadt Davids und Salomos, die Stätte der Passion und Auferstehung Christi. Sie birgt die heiligen Stätten dreier Religionen: die Klagemauer der Juden, die Grabeskirche der Christen und den Felsendom der Moslems. Hier in Jerusalem beginnt die Spur des Paulus aus Tarsos. Hier tauchte der Völkermissionar erstmals im Blickfeld der Geschichte auf, jedoch nicht als Paulus sondern als Saulus, der in Jerusalem als Student der jüdischen Theologie bei Rabbi Gamaliel lebte. Der junge Saulus muss die Plätze des Karfreitags und des österlichen Geschehens, den Kalvarienberg und das Grab Jesu gekannt haben. Der Student Saulus sah diese Stätten nicht mit den Augen der Verehrung, sondern des Hasses. Er verfolgte die Anhänger Jesu und soll sogar bei der Anklage und der darauffolgenden Steinigung des Armenpflegers Stephanus beim heutigen Stephanstor dabei gewesen sein. Hat Paulus die letzen Worte des mutigen Christen gehört, der betete und sprach:
„Herr Jesus, nimm meinen Geist auf ! Herr, behalte ihnen diese Sünde nicht! (Apg 7,57-59)
Sicher ist, dass Paulus von Jerusalem aus durch das Jordantal und die Golanhöhen nach Damaskus zog und dort seine Bekehrung erfuhr. Zurück in Jerusalem wurde er selbst zum Verfolgten und zog daher nach Caesarea und weiter in seine Vaterstadt Tarsus. Wir besuchen den Ölberg mit dem unvergesslichen Blick auf die Stadt und steigen hinauf zum Garten von Gethsemane, wo Jesus vor seiner Verhaftung betete (Lk 22, 41 und 44). Auf der Via Dolorosa, dem Leidensweg Jesu, folgen wir den Stationen des Kreuzweges bis zur Grabeskirche. Nach dem Besuch der Klagemauer verlassen wir Jerusalem und fahren zur Küste nach Ashdod, wo die „Norwegian Jade“ bereits im Hafen liegt. Von dort aus nimmt sie Kurs auf Port Said.
5. Tag Port Said – vom Suez Kanal in das Reich der Pharaonen
Die „Norwegian Jade“ erreicht am frühen Morgen den Suez Kanal, der seit 1869 den 112 Kilometer breiten Isthmus zwischen dem Afrikanischen und Asiatischen Kontinent durchschneidet und somit eine Verbindung vom Mittelmeer zum Roten Meer ermöglicht. In Port Said verlassen wir unser Kreuzfahrtschiff um durch die Arabische Wüste den Nil und die Pyramiden von Gizeh zu erreichen. Seit der 3. Dynastie wurden Könige nicht mehr in Mastabas, sondern in nur ihnen vorbehaltenen Pyramiden beigesetzt. Gizeh ist die eindrucksvollste und umfangreichste der insgesamt sechs Pyramidengruppen, die sich am Rande des westlichen Wüstenplateaus über eine Strecke von etwa 40 Kilometern hinziehen. Schon Griechen und Römer priesen die Pyramiden von Gizeh als erstes der sieben Weltwunder. Bis zu 136 Meter hoch erheben sich die gewaltigen Zeugnisse der Pharaonen über den Wüstensand. Neben der Cheops-Pyramide sehen Sie heute die Chephren- und Mykerinos Pyramide, die weltberühmte Sphinx und den Taltempel des Chephren. Unweigerlich werden wir an das Alte Testament und die Auswanderung der Israeliten aus Ägypten erinnert. Jahwe beruft Mose und erteilt ihm den Auftrag das zu Frondiensten unter dem Pharao geknechtete Volk zu führen (Ex 3,7). Nach der ausführlichen Besichtigung der Pyramiden und Tempelanlagen Fahrt zu einer koptischen Kirche und Begegnung mit einem koptischen Priester zum Erfahrungsaustausch. Am späten Nachmittag Rückfahrt nach Port Said.
6. Tag Alexandria – auf den Spuren des Urchristentums
Zu Lebzeiten Paulus war Alexandria nach Rom die größte Metropole der Welt und Hauptstadt der kaiserlich-römischen Kronkolonie Ägypten. Das Christentum fand früh eine Stätte in Alexandria. Nach der Tradition war sein erster Verkünder hier der Evangelist Markus. Massive Christenverfolgungen unter Decius und Valerianus zwangen die Christen unter der Stadt ein System von Katakomben anzulegen. Wir besuchen heute die Katakomben von Kom el-Schukafa aus dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert, welche erst im Jahre 1900 wiederentdeckt wurden. Anschließend unternehmen wir eine Stadtrundfahrt, um die Reste des berühmten Pharaos, den Leuchtturm von Alexandria, eins der sieben Weltwunder, zu sehen. Die berühmte alexandrinische Bibliothek soll vor der Zerstörung über 900.000 wertvolle Papyrusrollen beherbergt haben. Die 27 Meter große Pompejussäule gilt als größtes antikes Denkmal der Stadt. Alexandria war über lange Zeit Hauptsitz der christlichen Gelehrsamkeit und des „rechten“ Glaubens (Athanasianisches Bekenntnis) bis die Stadt diesen Ruhm an das neu gegründete Konstantinopel abtreten musste. Am frühen Nachmittag erreichen wir nach ausführlicher Besichtigung wieder die „Norwegian Jade“ im Hafen von Alexandria.
El-Alamein – die bewegende Deutsche Geschichte
Von Alexandria besteht die Möglichkeit alternativ an einer Fahrt nach El-Alamein, wo einst der Vormarsch des Generalfeldmarschalls Rommel nach blutigen Verlusten im Herbst 1942 endete, teilzunehmen. Das Vordringen der deutsch-italienischen Offensive nach Kairo scheiterte hier mit dem Beginn der britischen Großoffensive der 8. Britischen Armee unter den Generälen Montgomery und Alexander. Entlang der Mittelmeerküste erreichen wir nach ca. 90 Minuten Fahrzeit am Rande der Wüste den schicksalshaften Ort, der für über 80.000 Soldaten zum Grab wurde. Halbverfallene Schützengräber, Bunker, ein Kriegsmuseum mit Waffen, Dokumenten und Erläuterungen zum Kampfgeschehen erinnern an die Kampfhandlungen von 1942. Auf einer Anhöhe am Meer besuchen wir das deutsche Ehrenmal mit den deutschen Gefallenen und die Namenslisten. Das italienische Ehrenmal aus weißem Marmor bildet den Abschluss des Aufenthaltes. Rückfahrt durch die Wüste nach Alexandria. Am Abend nimmt die „Norwegian Jade“ Kurs durch das östliche Mittelmeer auf die Meerenge von Messina.
7. und 8. Tag Paulus in Ketten
Noch einmal treffen wir auf die Route von Paulus, diesmal auf hoher See. Während wir verwöhnt von allem Luxus an Bord zwei herrliche Seetage erleben, müssen wir unweigerlich an Paulus denken, der im Jahre 61 in Ketten auf ein römisches Weizenschiff geführt wurde, und sich vor dem kaiserlichen Gericht in Rom verantworten sollte. Paulus hatte Glück, dass der Anführer der Begleitmannschaft, Zenturio Julius ihn wohlwollend behandelt und er während der Reise sogar beim Anlegen des Schiffes an verschiedenen Orten zu seinen Anhängern predigen konnte.
Doch die Reise, welche heute als vierte Reise des Apostels bezeichnet wird und in Caesarea begann, endete nach heftigem Sturm und Irrfahrt vorerst auf Malta, wo Paulus als Schiffsbrüchiger gerettet wird. (Apg. 28, 3-6)
Bei der Fahrt durch die Meeresenge zwischen Sizilien und Kalabrien erkennen wir in der Ferne Syrakus, einst in der Antike eine der mächtigsten Städte der Welt. Hier betritt Paulus nach seinem winterlichen Aufenthalt auf Malta erstmals wieder festen Boden und predigt vor dem Minervatempel. Noch heute stehen die mächtigen Säulen des heidnischen Heiligtums und sind jetzt Teil der Kathedrale. Wie einst Paulus steuert auch unser Schiff vorbei an dem mächtigen Vulkan Ätna durch die Meeresenge von Messina auf dem Weg nach Rom – seiner letzten Station.
9. Tag Alle Straßen führen nach Rom
Auf dem Forum Romanum in Rom stand zur Kaiserzeit eine goldene Säule, welche die Ewige Stadt als „Nabel der Welt“ bezeichnete. Hier liefen alle großen Straßen des Römischen Reiches zusammen, die Via Aurelia vom Westen, die Via Appia vom Süden, die Via Cassia und die Via Flaminia vom Norden und die Valeria vom Osten. Über die Via Appia erreichte der Gefangene Paulus mit seinen Begleitern die christliche Gemeinde Roms über die er im Römerbrief schon geschrieben hatte:
„Denn Gott ist mein Zeuge, welchem ich diene in meinem Geist am Evangelium von seinem Sohn, daß ich ohne Unterlass euer gedenke und allezeit in meinem Gebet flehe, ob sich’s einmal zutragen wollte durch Gottes Willen, dass ich zu euch käme. Denn mich verlangt, euch zu sehen.“ (Röm I,9-II)
Auch wir möchten heute die letzte Wirkungsstätte des Völkerapostels näher kennenlernen. Nach der Ausschiffung im Hafen von Civitavecchia fahren wir in die „Ewige Stadt“ um zunächst einige der Stätten, welche dem Apostel zugeschrieben werden, so zum Beispiel die Kirche San Paolo alla Regola, die Stelle wo er zwei Jahre lang als Schutzhäftling gelebt hat.
Während Paulus wegen seiner römischen Bürgerschaft „ehrenhaft“ unter dem Schwert enthauptet wurde, musste ungefähr zur gleichen Zeit Petrus als nichtrömischer Bürger am Kreuz sterben. Nach dem Besuch des Vatikans und des Petersdomes fahren wir zur Basilika San Paolo fuori la Mura, wo uns der geistige Kämpfer ein letztes Mal begegnet. Kaiser Konstantin hat den Grundstein für die prächtige Paulusbasilika gelegt, an der Stelle, wo Paulus der Überlieferung nach auf dem Landgut der Römerin Lucina bestattet wurde. Unter dem Hochaltar wurde im 19. Jahrhundert eine Grabplatte mit der Inschrift „PAOLO APOSTOLO MART …“ gefunden. Das Bild vom Lebensgang des Völkerapostels, dessen Spuren wir bei unserer Pilgerkreuzfahrt über Länder und Meere gefolgt sind, rundet sich in der Basilika San Paolo fuori le Mura ab. Von Rom, der letzten Wirkungsstätte des außergewöhnlichen Mannes, ging das Evangelium Jesu, die Heilsbotschaft vom Gekreuzigten und Auferstandenen, hinaus in alle Erdteile, Zeiten überdauernd. Bei unserer Fahrt zum Flughafen Rom kommen uns die Worte des Kämpfers und Predigers an den jungen Timotheus in den Sinn:
„Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ich habe meinen Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt. Hinfort ist mir bereits die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tage geben wird, nicht mir allein, sondern allen, die seine Erscheinung liebhaben.“ (2. Tim 4, 7-8)
Am frühen Abend Rückflug nach Frankfurt.
Reiseprogramm als PDF-Datei
zurück
|